Kandidatenvorstellung Friesenhofen (04.06.09)

Friesenhofen wer die letzte Station der Kandidatenvorstellung des Bürgerforum Abel. Hauptthemen in der Diskussion waren der Hochwasserschutz und Möglichkeiten, wie mehr Transparenz im Gemeinderat geschaffen werden kann.

Insgesamt zufrieden war Ortsvorsteher Steible mit der Situation in Friesenhofen. Nicht gelöst werden konnte das Problem mit der Kreuzung an der L318. „Das ist zumutbar, dass die Geschwindigkeit an der gefährlichen Kreuzung auf 70 km/h beschränkt wird“, meinte Steible, doch geschehen sei bisher nichts.

Großen Respekt zeigte Steible vor der Eschach, doch habe man die Baugebiete damals mit einem zweiten Damm geschützt. Problematischer sahen die Teilnehmer die Situation im Baugebiet „Isnyer Straße“ in Leutkirch. Viele Bauherren hätten gar nicht gewusst, dass sie in einem vom Hochwasser gefährdeten Gebiet gebaut haben. Anstatt jetzt neue Dämme zu bauen und die Anlieger auch noch an den Kosten zu beteiligen, schlug Erwin Mader vor, die Rauns wieder zu aktivieren und an der Abzweigung ein Wehr zu errichten. Auf diese Weise könne viel Wasser um Leutkirch herum geleitet werden. „Dies ist eine günstige und effektive Lösung, die vor allem der Isnyer Siedlung zugute kommt“, meinte Mader.

Intensiv diskutiert wurde die Frage eines Besuchers, warum so viele Themen im Gemeinderat in nicht-öffentlicher Sitzung behandelt würden. Hubert Moosmayer versprach, dass sich das Bürgerforum dafür einsetzen werde, „dass nicht-öffentliche Sitzungen auf ein Minimum beschränkt werden, z.B. bei Personalfragen“. In diesem Zusammenhang wies Heinz Brünz darauf hin, wie schwierig es sei, die Protokolle der Gemeinderatssitzungen einzusehen. „Die Protokolle von 2008 waren vor kurzem noch beim Binden und daher für den Bürger noch nicht einsehbar“, beklagte Brünz und versprach, sich im neuen Gemeinderat dafür einzusetzen, dass die Protokolle im Internet veröffentlicht werden.